Arbeiten auf einer Kiwiplantage – Work & Travel Neuseeland

Meine Erfahrung beim Kiwipflücken in Te Puke (Bay of Plenty) Geld zu verdienen!

Vorab erstmal, wie ich an den Job gekommen bin:

Nach knapp drei Wochen Reisen auf der Nordinsel habe ich mich entschlossen eine Pause einzulegen und etwas Geld zu verdienen. Ende März habe ich mich also auf die Suche nach Jobs gemacht und dabei schnell bemerkt, dass vor allem Kiwi und Äpfel Picker gerade dringend gesucht werden. Bei mir war es gerade so, dass ein Mangel an Arbeitnehmern in diesem Bereich fehlt und in der Bay of Plenty und Hawkes Bay Region unglaublich viele Arbeitgeber auf der Suche nach Arbeitskräften waren. Deshalb habe ich nicht lange überlegt, welchen Job ich gerne machen würde, sondern bin einfach nach Mt. Maunganui gefahren und habe mich im Internet auf backpackerboard, seasonaljobs und in diversen Facebook-Gruppen nach Stellenangeboten fürs Kiwi pflücken rausgesucht. Ich muss ganz ehrlich sagen, so einfach habe ich es mir nicht vorgestellt an einen Job zu kommen. Ich habe abends zwei Bewerbungsformulare ausgefüllt und gleich am nächsten Morgen von beiden Arbeitgebern eine Einladung erhalten, ich solle doch ins Büro kommen, um mit ihnen alles weitere zu besprechen. Also gut, am gleichen Tag bin ich also bereits zum Büro des einen Arbeitgebers gefahren und habe dort gleich meinen Vertrag unterschrieben.

Da das Kiwipflücken wetterabhängig ist und bei Regen schon gar nicht erst gepflückt wird und ein paar Früchte jeder Plantage zum Test erstmal eine Qualitätskontrolle durchlaufen müssen, ob sie denn schon zum Pflücken bereit sind, hat es eine Woche ca. gedauert, bis ich das erste Mal gearbeitet habe.


Allgemeine Infos zum Kiwipflücken:

Die Bezahlung erfolgte bei uns die ersten Tage nach Stundenlohn. Sobald wir aber das richtige Tempo beim pflücken erreicht hatten, erfolgte die Bezahlung nach Vertrag (also pro bin).

Uns wurden für grüne Kiwis ca. 18$ inkl. Holiday Pay bezahlt und für goldene etwas mehr, da diese im Vergleich anders gepflückt werden müssen (am Ende gleicht es sich aber aus, sodass man eigentlich das Gleiche verdient, egal was man pflückt). Nach oben waren keine Grenzen gesetzt und wir wurden als Team bezahlt, was bedeutet, dass die Anzahl an gepflückten Bins eines Tages durch die Anzahl an Teammitgliedern geteilt wurde.


Der erste Tag:

Anfangs wurde uns erst einmal erklärt, wie das Pflücken allgemein funktioniert und was wir dabei beachten müssen. Auch gab es eine kurze Sicherheitsunterweisung.

Ich empfehle dir, bequeme Sachen anzuziehen, vor allem gute Schuhe, da du den ganzen Tag auf den Füßen bist. Eine Kappe bzw. Kopfbedeckung ist auch nicht schlecht, genauso wie eine Sonnenbrille (je nach Tag), oder eine durchsichtigste Schutzbrille, weil leider schon einiges an Staub in die Augen fällt.

Das Pflücken allgemein fand ich besonders zum Ende des Tages hin ziemlich anstrengend. Du erhältst einen Korb (Tasche) welchen du vorne über die Schultern oberhalb vom Bauch trägst, während du die Kiwis pflückst. Du musst dich öfters ziemlich blöd bücken, um an die Kiwis zu kommen und trägst das Gewicht der gepflückten Früchte mit, bis du den Korb entleeren kannst. (das können schonmal gut 20kg sein).

Am Ende des ersten Arbeitstages war ich ziemlich fertig und verschwitzt. Nach einer kurzen Zeit habe ich dann auch meine Schultern zu spüren bekommen, wie sie etwas verspannt waren. Man hat uns aber bereits vorgewarnt, dass die ersten Tage bzw. auch Wochen extrem anstrengend werden können und wir auch mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben, bis wir uns ans (richtige) Pflücken gewöhnt haben. Ich fand’s ehrlich gesagt immer anstrengend, nur je nach Tag und Plantage mal mehr, mal weniger.


Fazit:

Für die Backpacker unter euch die dringend viel Geld brauchen, ist das Kiwipflücken nur bedingt zu empfehlen. Es kommt auch immer auf die jährliche Saison drauf an. Wir haben erstmal fast drei Wochen jeden Tag flexibel sein müssen und auf Arbeit gewartet. Insgesamt haben wir anfangs gerade mal drei Tage die Woche gearbeitet. Da kommt erstmal nicht soo viel Geld zum Sparen zusammen, weil es gerade mal für Unterkunft und Verpflegung reicht. Sobald das Pflücken aber richtig los geht, kannst du gut Geld damit verdienen, es bleibt aber trotzdem eine körperlich anstrengende Arbeit und es gibt andere Jobs, bei denen du genauso viel verdienen kannst während du einer „schöneren“ Tätigkeit nachgehen kannst. Insgesamt fand ich die Erfahrung auf der Kiwiplantage trotzdem super. Es ist ein extremer Kontrast zu meiner bisherigen Arbeitserfahrung gewesen (Büro) und irgendwie muss man doch einfach mal Kiwis gepflückt haben wenn man schon in Neuseeland ist 🙄 Und falls du dein Visum verlängern möchtest, hast du keine große Wahl und musst einer solchen Arbeit nachgehen.


Falls du so noch Fragen oder Anmerkungen hast, kannst du mir diese gern in die Kommentare schreiben.⇣

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2 Gedanken zu “Arbeiten auf einer Kiwiplantage – Work & Travel Neuseeland

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